Brandenburger Dörfer beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet
Großer Erfolg für Brandenburgs ländliche Räume
Die Dörfer Naugarten (Landkreis Uckermark) und Frankena (Landkreis Elbe-Elster) wurden im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ jeweils mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Frankena erhielt zusätzlich einen der begehrten Sonderpreise für herausragende Leistungen – gewürdigt wurde hier der Aufbau eines niederschwelligen, außerschulischen Lernorts zur Vermittlung ländlicher Alltagspraktiken. Die beiden Vorzeigedörfer hatten sich zuvor auf Landesebene gegen 70 Mitbewerber durchgesetzt. Die Auszeichnungen, die mit Preisgeldern von jeweils 10.000 Euro (plus 3.000 Euro für den Sonderpreis) dotiert sind, werden traditionell auf der Grünen Woche in Berlin übergeben. Sie verdeutlichen eindrucksvoll, wie starke Dorfgemein-schaften, generationenübergreifende Initiativen und ein aktives Vereinsleben die Lebensqualität und Zukunftskraft vor Ort sichern. (Quelle: Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg, 21.07.2026)
Bewilligungen von LEADER-Projekten
Neun weitere Fördervorhaben vom LELF bewilligt
Nachdem das Finanzministerium die Landesgelder zur LEADER-Förderung für die kommenden Jahre freigegeben hatte, erhielten im Mai und Juni 2026 zahlreiche private und kommunale Projektträger aus unserer Region ihren sehnlich erwarteten Bewilligungs-bescheid. Darunter sind Spielplätze in verschiedenen Ortsteilen, Dorfgemeinschaftshäuser, aber auch touristische Übernachtungsmöglichkeiten, ein Mehrfunktionshaus sowie die Ausstattung für ein Seminarhaus.
Seit Beginn der aktuellen Förderperiode Mitte 2023 wurden in unserer Region Obere Havel nunmehr 21 Projekte bewilligt und werden umgesetzt; einige Vorhaben sind bereits abgeschlossen und in Nutzung. (08.07.2026)
Siebte Auswahlrunde für LEADER-Projekte ist gestartet
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Obere Havel e.V. startet am 01.06.2026 die siebte Auswahlrunde für die LEADER-Förderung für Vorhaben privater und kommunaler Projektträger aus der Region.
Ziel der Projektumsetzung ist die weitere Belebung und Entwicklung des ländlichen Raums in Oberhavel. Unterstützt werden Vorhaben von Unternehmen aus Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen, Gastronomie und Beherbergung sowie von Kommunen, Verbänden und Vereinen. Für diese voraussichtlich letzte Auswahlrunde steht in der Region 2,83 Mio. EUR zur Verfügung. Gegebenenfalls wird es einen weiteren Aufruf mit Restmiteln geben. Ab 01.06.2026 und bis zum Stichtag 20.10.2026 können sich Bürger, Unternehmen, Vereine, Kirche und Kommunen um die Förderung von Projekten in der LEADER-Region Obere Havel bewerben. In Abhängigkeit von Fördergegenstand und Antragsteller liegt der Fördersatz zwischen 45 und 90 Prozent.
Bitte reichen Sie Ihr Projekt mit der vorgegebenen Projektbeschreibung beim Regionalmanagement ein. Die Entscheidung zur Projektauswahl trifft die LAG mit dem in der Entwicklungsstrategie festgelegten Bewertungsverfahren in einer Mitgliederversammlung Ende November 2026. Für die Bewerbung zur Förderung von Vorhaben nehmen Sie bitte rechtzeitig Kontakt mit dem Regionalmanagement auf. Dieses erläutert Ihnen gern die Voraussetzungen für eine LEADER-Förderung. (01.06.2026)
Kleine Projekte mit großer Wirkung!
Auch mit kleinen Investitionen lassen sich große Wirkungen in den Dörfern und für die Menschen erzielen. Die LAG startet deshalb die dritte Auswahlrunde für Pojekte im Rahmen des Regionalbudgets.
Ab 01.06.2026 und bis zum 31.08.2026 können gemeinnützige Vereine, Kirchen und Kommunen ihre Projekte beim Regionalmanagement einreichen. Voraussetzungen für eine Förderung über das Regionalbudget sind neben ggf. notwendigen Genehmigungen und dem Vorhandensein des Eigenanteils vor allem das Engagement und die aktive Mitgestaltung der Menschen, die das Vorhaben umsetzen wollen. Für Vorhaben mit Gesamtkosten von 3.000 Euro bis maximal 10.000 Euro (brutto) ist eine Förderung von 80 % möglich. Über die genauen Antragsbedingungen berät Sie das Regional-management gern. (29.05.2026)
LAG-Mitgliederversammlung mit Projektbewertung
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Obere Havel e.V. traf sich am 20.05.2026 zu ihrer Mitgliederversammlung in Kremmen. Neben Projektbewertungen stand auch die turnusgemäße Wahl des Vorstandes auf dem Programm.
Die Versammlung fand im 2025 eingeweihten Gebäude der Feuerwehr in Kremmen statt. Neben der neuen Gebäude- und technischen Ausstattung für die Freiwillige Feuerwehr steht auch ein großer Schulungsraum mit Präsentationstechnik zur Verfügung, den die LAG für ihre Versammlung nutzen konnte.
Das Regionalmanagement informierte zunächst über die nun aktualisierte LEADER-Richtlinie und die derzeit schleppenden Projektbewilligungen auf Grund der Haushaltsverhandlungen im Land. Der Vorstand konnte auch für die kommenden beiden Jahre wieder mit fünf Personen aus Vertretern der Kommunen, Unternehmen, Sozialpartnern und dem Ehrenamt besetzt werden. Vorrangiger Inhalt der Mitgliederversammlung war die Bewertung der fünf zum sechsten Stichtag eingegangenen Projekte. Mit dem positiven Votum für vier Projektträger haben diese die Möglichkeit, ihren Förderantrag bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Außerdem wurden 12 Projekte positiv bevotet, die im Rahmen des zweiten Projektaufrufes zum Regionalbudget eingegangen waren, sowie zwei Projekte, die über die Richtlinie ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) beantragt wurden. (27.05.2026)
Die BAG LAG zur Zukunft von LEADER
Über 2027 hinaus ist die Zukunft von LEADER mit Blick auf ihre Mittelausstattung und inhaltliche Ausrichtung ungewiss.
In den vergangenen Monaten und auch zukünftig liegt ein wichtiger Fokus der Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft der LAGen (BAG LAG) auf der Sichtbarmachung der Arbeit der LAGen vor allem in Bezug auf die finanztechnische Ausrichtung der ländlichen Entwicklung in der nächsten EU-Förderperiode ab 2028. Die LEADER-Methode als Entscheidung der Menschen vor Ort, die erstmals vor ca. 35 Jahren Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU wurde, wird aktuell in insgesamt 372 Regionen in Deutschland genutzt. Wie aber geht es mit LEADER weiter, wenn die künftige Mittelausstattung und inhaltliche Ausrichtung seitens der Europäischen Kommission unklar ist. Dr. Hartmut Berndt, Vorsitzender der BAG LAG, geht in Folge 46 des Podcasts "LandAussichten" der Andreas Hermes Akademie mit Louis Schlag dieser Frage nach, erklärt, wie die Methode im Detail in der Praxis funktioniert und warum der Bottom-up-Ansatz so gut zu ländlichen Räumen passt. (22.04.2026)
LEADER ab 2028 - LAGen im Gespräch mit Bundestags-abgeordneten
Am 18. März 2026 trafen sich über 30 Vertreter von 15 Lokalen Aktionsgruppen aus sechs Bundesländern zu einem Austausch im Bundestag in Berlin.
Im Mittelpunkt stand die zukünftige Ausgestaltung des LEADER-Ansatzes ab dem Jahr 2028. Im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten wurden Erfahrungen aus der Praxis sowie Anforderungen an die Weiterentwicklung des Programms thematisiert. Dabei ging es unter anderem um verlässliche Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort, die Nutzung von Fördermitteln sowie die Fortführung gebietsbezogener Entwicklungsstrategien. Der Austausch diente dazu, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und aktuelle Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene einzuordnen. Weitere Informationen finden Sie hier. (Quelle: ForumNews, April 2026)
Zukünftige Ausrichtung der Förderung des ländlichen Raumes
Wie geht es ab 2028 mit der ländlichen Entwicklung weiter?
Ursula von der Leyen betont in dem Antwortschreiben, welches der ELARD (der Zusammenschluß von mehr als 2500 Lokalen Aktionsgruppen der gesamten EU) auf seine Anfrage erhalten hat, dass die Stimme der ländlichen Räume und LEADER in der EU gehört worden sind und den Mitgliedsstaaten die Möglichkeiten eingeräumt werden, sie in ihrer zukünftigen Programmierung zu berücksichtigen.
ELARD sieht jedoch nach wie vor die Gefahr, dass die Mitgliedsstaaten von dieser „Kann-Bestimmung“ keinen Gebrauch machen und den notwendigen Rahmen dafür nicht einräumen. Aus diesem Grund hat ELARD eine Pressemitteilung herausgegeben, deren Übersetzung Sie hier einsehen können (Original in englischer Sprache). (04.03.2026)